Die drei ??? (161) Die blutenden Bilder

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Story

Dreizehn geheimnisvolle Bilder sorgen auf dem Schrottplatz von Justus’ Onkel Titus für allerhand Aufregung. Als sich eine ganze Reihe von zwielichtigen Gestalten für die Gemälde interessiert wittern die drei ??? einen Fall. Zu dumm, dass einige der Bilder bereits spurlos verschwunden sind. Justus, Peter und Bob müssen sich bei ihrer Suche beeilen, denn Rocky Beach wird von einem hinterhältigen Erpresser heimgesucht, der es ausgerechnet auf Kunstwerke abgesehen hat und eine mysteriöse Spur hinterlässt.

Kritik

Eine gute Geschichte, die auf einem Zufallsfund eines Edvard-Munch-Bildes beruht. In der Geschichte gibt es jedoch keinen Zufallsfund, das Verstecken der Edvard-Munch-Bilder ist gewollt. Die Ermittlungsarbeit ist solide, und es gibt ein paar Stellen, an denen tatsächlich Spannung aufkommt – mittlerweile leider seltener bei den Die drei ???.

Mit dem neuen dämlichen Gehilfen Brock hat man sich, wie Justus Jonas sagt, wortwörtlich etwas “einge-Brock-t”. Man kann nur hoffen, dass dieser Charaktere nie wieder auftaucht. Nachdem es früher Cola gab und dann irgendwann eine Soda-Kur verordnet wurde gibt es diesmal immerhin Brause zu trinken.

Eine Freude für Fans dürften die vielen Anspielungen auf vergangene Folgen sein: Die früheren Schrottplatz-Gehilfen Patrick und Kenneth werden erwähnt, Brock räumt Gips-Büsten ein, die schon in Folge 5 “und der Fluch des Rubins” eine große Rolle spielten. Der Töpfer Potter, der eines der Gemälde hat, ist aus Folge 20 “und die flammende Spur” bekannt und im erwähnten Ort Venice spielte Folge 39 “und der heimliche Hehler”.

Fans wird ebenfalls auffallen, das mit zwei Tabus gespielt wird: Am Anfang mit dem Mord-Tabu, doch die hysterische Mathilda klärt auch gleich auf, dass es kein echter Mord sondern ein “Bildermord” ist. Und am Ende wird mit dem Sex-Tabu gespielt, indem Justus sagt, dass Tante Mathilda auf dem Schrottplatz “keine nackte Frau dulden” würde – nicht mal ein Madonnen-Bild.

Die fremdenfeindlichen Ansichten von Mrs. Kretchmer sind starker Tobak, doch anders als in der Folge 151 “Schwarze Sonne” hat man hier als Hörer weitaus mehr den Eindruck, dass den drei Detektiven diese Ansichten unangenehm sind. Gute Umsetzung! Ein bisschen schade ist, dass trotz Gemälde wieder kein Victor Hugenay erscheint. Aber vielleicht müssen wir uns damit abfinden, dass die Hugenay-Auftritte vorbei sind.

Bei den Sprecher ist alles in bester Ordnung, Harald Dietl als undurchsichtiger Museumsdirektor Greenwalt hat mir besonders gut gefallen. Musikalisch ist die Folge ebenso nicht zu beanstanden. Wie in der letzten Folge findet sich im Innenteil des Booklets die Tour-Termine zur PhonoPhobia-Tour, erneut nicht auf dem aktuellen Stand:

Die drei Fragezeichen PhonoPhobia Booklet Folge 161

Fazit

Eine spannende Bilderjagd. Diese Folge höre ich mir trotz des furchtbaren Gehilfen Brock gerne mehrmals an.

Details
Sprecherliste:
– Erzähler: Thomas Fritsch
– Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
– Peter Shaw: Jens Wawrczeck
– Bob Andrews: Andreas Fröhlich
– Tante Mathilda: Karin Lieneweg
– Greenwalt: Harald Dietl
– Brock: Guido A. Schick
– Deforge: Bruno F. Apitz
– Mrs. Kretchmer: Monika Werner
– Mrs. Espenson: Karin Eckhold
– Mrs. Wondratschek: Ela Nitzsche
– Mrs. Field: Celine Fontanges
– Inspektor Cotta: Holger Mahlich
– Mr. Harris: Lutz Harder

Credits:
– Buchvorlage: Kari Erlhoff
– Buch und Effekte: André Minninger
– Cover: Silvia Christoph
– Design: Atelier Schoedsack
– Musik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL), Jens-Peter Morgenstern, Betty George, Jan Friedrich Conrad, Constantin Stahlberg
– Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
– Regie und Produktion: Heikedine Körting

Daten:
– Art: Hörspiel
– EAN: 887254003120
– Länge: 70:38 Minuten (14 Tracks)
– Preis: 6,99 € (1 CD)
– Verlag: EUROPA
– VÖ-Datum: 10.05.2013

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