Offenbarung 23 (44) Die Zahl des Tieres


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Story

Ein vergessenes Video-File des toten Hackers Tron erregt die Aufmerksamkeit des Berliner Studenten Georg Brand: Offensichtlich von einer Überwachungskamera aus wird über Stunden und Tage ein Autobahnabschnitt abgefilmt – doch warum? In Georg steigt ein Verdacht auf, welche düstere Matrix da sichtbar werden könnte. Und ehe er sich versieht gibt es kein Zurück mehr für ihn bei diesem Schritt durch den „Spiegel der Realität“. Doch die Welt, die er jetzt betritt, wird nicht umsonst als die grausamste aller Welten bezeichnet…

Kritik

Die Folge ist recht gut, aber auch sehr düster. Am Anfang erzählt T-Rex Nolo von einem Albtraum, der eine Abwandlung von Alice im Wunderland ist, und erklärt dabei auch, weshalb er bei dem Brand im Mont-Blanc-Tunnel dabei war. Dies war in der letzten Folge offen geblieben.

Diesmal geht es jedoch überwiegend um Marc Dutroux. Die Verschwörungstheorie ist, dass Dutroux für ein Netzwerk gehandelt haben soll, so wie er es bei seiner Verteidigung mehrmals sagte. Auch mitmachen ist wieder angesagt: Die Doku “Dutroux und die toten Zeugen” und Google Earth werden erwähnt, Artikel aus der Welt und der Märkischen Allgemeinen werden zitiert und Datumsangaben genannt.

Ganz nebenbei gibt es noch eine zweite Verschwörungstheorie am Ende, die sich nochmal mit der MS Estonia beschäftigt. Demnach soll die MS Estonia nicht nur Plutonium geladen haben (wie schon in vorigen Folgen behauptet), sondern dieses Plutonium soll abseits des Wracks auf dem Meeresboden unter Schutt liegen, welches eine niederländische Firma dort (offiziell “fälschlicher Weise”) abgeladen hätte.

Und auch die Agentenverstrickungen werden weitergeführt: Ian G. erzählt in der amerikanischen Botschaft stolz, dass er Starling angeworben hat. Von Nolo möchte er, dass sie “noch eine Weile” Tatjana Junk bleibt, was beide mit “Deal” beschließen. T-Rex hingegen ist sich sicher, dass Nolo Ian G. unter Kontrolle hätte. Was für ein Chaos – hier wird die Serie ihrem Begleitspruch “Vertraue niemandem” mehr als gerecht.

Die Sprecher soweit in Ordnung, Arianne Borbach hat als Margo einen kurzen Auftritt. Peter Flechtner als Kim Schmittke ist jedoch leider nicht so nah an seiner Vorgängerstimme wie Alexander Turrek. An den Effekten und der Musik gibt es nichts auszusetzen.

Fazit

Die Folge ist gut, hat Tempo und bietet alles, was der Offenbarung 23-Fan haben möchte: Verschwörungstheorien um einen schlimmen Kriminalfall, Ansatzpunkte zum Mitmachen und das “vertraue niemandem”-Gefühl. Weiter so!

Details
Sprecherliste:
– Erzähler / Nat Mickler / Grinsekatze: Helmut Krauss
– Georg Brand alias T-Rex / Hutmacher: Alexander Turrek
– Tatjana Junk alias Nolo / Alice: Marie Bierstedt
– Kim Schmittke: Peter Flechtner
– Tron: Jaron Löwenberg
– Ian G. / Hase: Till Hagen
– Margo: Arianne Borbach
– Stimme / Tupac: Xavier Naidoo
– Reporterin / Starling: Ulrike Stürzbecher
– Informant: Wolfgang Bahro

Credits:
– Buch: Jan Gaspard
– Musik: Ambitus, Andy Matern, Alexander Schiborr (Orchester Arrangement)
– Produktion: Sebastian Pobot
– Mastering: Christoph Stickel
– Schnitt: Patrick Holtheuer
– Coverdesign: Lars Vollbrecht, Gloryboards

Daten:
– Art: Hörspiel
– ISBN: 9783943166149
– Länge: 65:10 Minuten (9 Tracks)
– Preis: 8,90 € (1 CD)
– Verlag: Highscore Music
– VÖ-Datum: 16.11.2012

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