ARD Radio Tatort (50) Noch nicht mal Mord

Im Klärwerk von Hamm schwimmt eine Leiche. Erste Ermittlungen fördern gleich drei Identitäten zutage: Der Tote hieß entweder Juri Mittag, Dr. Rechlin oder schlicht Blanke. Ermittlungen in der Provinz mit komischen Zwischenfällen – über die Lenz allerdings kaum lachen kann.

Diese Beschreibung ist recht zutreffend, denn auch ich konnte kaum lachen – jedoch nicht über die komischen Zwischenfälle, sondern viel mehr über die schlecht gemachten Witze. Hamm muss wirklich schlimm sein, wenn das wirklich den örtlichen Humor wiederspiegelt.

Überhaupt ist in Hamm alles anders: Transgender-Polizisten werden von den Kollegen als “Fummeltrine mit Polizeiausweis” bezeichnet, Ermittler werden von Frauen angehimmelt weil sie in der Freizeit als DJ in kleinen Clubs auflegen und um die Zusammensetzung von gefundenem Koks abzuschätzen wird es von den Ermittlern verkostet.

Der Fall selbst ist gut, wird durch solche Szenen aber etwas ins Lächerliche gezogen. Immerhin gibt es bei den Sprechern nichts zu meckern, besonders schön zu hören sind Hans Peter Hallwachs und Matthias Leja. Auch die Effekte sind gut.

Fazit

Viel Klamauk, keine Spannung – schade, da hätte man zum Jubiläum (es ist der 50. ARD Radio Tatort) mehr machen können. Falls eine spaßige Folge statt einem Krimi gewollt war, so ist sie halbwegs gelungen.

Details
Sprecherliste:
– Felix Lenz: Matthias Leja
– Nadir Taraki: Mark Waschke
– Scholz: Uwe Ochsenknecht
– Vorderbäumen: Hans Peter Hallwachs
– Latotzke: Sönke Möhring
– Schöngen: Ludger Burmann
– Heinrichs: Martin Brambach
– Wobach: Markus Scheumann
– Isa: Sandra Maria Doll

Credits:
– Autor: Dirk Schmidt
– Komponist: Rainer Quade
– Regisseurin: Claudia Johanna Leist
– Regieassistenz: Sascha von Donat
– Dramaturgie: Georg Bühren
– Technische Realisation: Jürgen Glosemeyer, Sebastian Nohl
– Redaktion: Georg Bühren
– Produktion: WDR 2012

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