Die drei ??? PhonoPhobia – Tourbericht aus Düsseldorf

ACHTUNG – Der Text enthält Spolier!

Am Freitag, 28. März 2014, war in Düsseldorf PhonoPhobia-Tag. Als ich um 18:20 Uhr aus der Bahn kam und zur Mitsubishi Halle ging, sah ich eine lange Schlange, die sich über den ganzen Parkplatz erstreckte und irgendwo hinter der Halle aufhörte. Das Ende war nicht zu sehen. Der Einlass begann um 18 Uhr, weitere 20 Minuten später war die Schlange komplett aufgelöst. Ich machte mich jedoch erstmal auf, hinter die Halle zu gehen – zum Backstage-Bereich.

Dort sorgte ein Wachmann zwar dafür, dass nur autorisierte Fahrzeuge und Personen in den eingezäunten Bereich kamen. Aber durch den Gitter-Zaun konnte man die LKWs und die Tour-Busse sehen. Wer wohl sein Fahrrad auf die Tour mitgenommen hat?

Die Drei Fragezeichen PhonoPhobia

Die Drei Fragezeichen PhonoPhobia

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Anschließend traf ich meine Begleitung und wir gingen rein. Und natürlich direkt zum Merchandising-Stand. Trotz der teuren Preise habe auch ich etwas gekauft. Absolut begeistert bin ich vom Programmheft, welches viele Informationen enthält: Biografien und Fragebögen mit den Hauptsprechern, Vorstellung der Autoren, Musiker und Nebensprecher, statistische Details zur Tour – großes Lob, definitiv seine 5 Euro wert.

Respekt vor den Mitarbeitern, die sich – egal wie viel man bestellte – sämtliche Sachen merken konnten. Und das in diesem ganzen Trubel. Als an unserer Ecke eines der EC-Kartenlesegeräte versagte, fingen einige Fans spaßiger Weise an zu rufen “Wir haben Bargeld, wir haben Bargeld!” :-D

Die Drei Fragezeichen PhonoPhobia

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Nicht so schön ist, dass die Tasse von Anfang an eine Macke hatte. Warum verkauft man die Tassen nicht in kleinen Kartons wie im Kaufhaus, damit sowas nicht passieren kann? An einen Umtausch habe ich leider nicht mehr gedacht. Scheinbar hat das Merchandising-Team nicht so ein gutes Händchen mit den Tassen, wie schon beim Tassen-Unglück in Berlin zu sehen war.

Die Drei Fragezeichen PhonoPhobia

Natürlich haben wir auch noch den USB-Stick vorgekauft (oder wie nennt man das?), dann ging es zur Platz-Suche. Hinten rechts im Innenraum waren noch einige Sitze frei, die Ränge hingegen waren schon voll. Definitiv keine schlechte Sicht: Die Sprecher und Musiker auf der Bühne waren gerade noch zu erkennen, zusätzlich hatten wir die Großleinwände an den Seiten im Blickfeld.

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Außerdem haben meine Begleitung und ich dafür gesorgt, dass die Anzahl der rückläufigen Tourbecher weniger wurden. Die machen sich gut zum Tourbecher der Wecker-Tour (links). ;-)

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Dann ging die Show um 20 Uhr los. Wie auf der Wecker-Tour ging es mit einer Szene im Off los, die an sich schon sehr witzig ist. Als die drei Hauptsprecher Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich hinter einem Ballon-Vorhang auftauchten, gab es großen Applaus. In dem folgenden Dialog rief jemand “Justuuus!” rein, was Jens mit einem “Wie soll das nur heute Abend werden?” kommentierte. Vorweg: Es wurde gut, sehr gut sogar.

Kai Schwind und Kari Erlhoff haben zusammen eine tolle Geschichte auf die Beine gestellt, die Bühnen-Adaption hat zudem viele lustige Stellen. Dementsprechend hat das Publikum auch viel gelacht, was auch Produktmanagerin Corinna Wodrich nicht entgangen ist. Besonders lustig fand ich die Kamera an der (Schiebe-)Wand, bei der die drei Hauptsprecher entsprechend nah ihre Köpfe hinhalten. Dort wurde auch auf die Kuss-Szene aus der Wecker-Tour Bezug genommen.

Nach der Pause ging es zum legendären Gespensterschloss. Doch bevor sich die drei Detektive umsehen konnten, was sich seit ihrem letzten Besuch (Justus: “Wie viele Jahre ist das jetzt her?” – Bob: “34.”) alles verändert hat, mussten sie erstmal etwas gegen den wild um sich schießenden Clarke Terrill tun, dem Neffen von Stephen Terrill.

Als dieser von einem Felsbrocken zerquetscht wurde, schaltete sich Peter ein – “Bei den drei Fragezeichen gibt es keinen Toten.” Bob, nicht umsonst zuständig für Recherchen und Archiv, widerlegt dies, in dem er die ganzen Fälle aufzählte, in denen das Wort “tot” und “Tod” vorkommt. Peter konterte mit der Frage “Wie soll man denn dabei einschlafen?” – großer Beifall der Fans. Schließlich setzte sich Peter durch, es wurde zurückgespult und Stephen Terrills Neffe erlitt nur einen Beinbruch.

Als die drei dann endlich im Gespensterschloss waren, gab es in der Echohalle bereits die nächste Szene, die mir sehr gefallen hat: Justus, Peter und Bob probierten das Echo aus – und sagten dabei Sätze aus der Gespensterschloss-Folge, deren Abmischung als Echo zurückkam. Absoluter Nostalgie-Faktor! Dazu gab es auch noch eine tolle musikalische Einlage als Boygroup.

Neben den Hauptsprechern taten auch die Nebensprecher (Tanja Fornaro, Traudel Sperber, Stefan Krause) einen guten Job. Alle überzeugten in ihren Rollen und es sah aus, als würde ihnen die Tour auch großen Spaß machen. Helmut Krauss war zwar leider nicht dabei, doch als Ansager aus dem Off erfüllte er trotzdem seinen Dienst als Erzähler, denn das war der einzige Erzähler-Einsatz. Die Live-Darbietung der Musiker ist ebenfalls nicht zu vergessen, zusammen mit dem Geräuschemacher Jörg Klinkenberg sorgten sie für die passende Untermalung.

Mittels einer großen, in schwenkbare Bildschirme unterteilte LED-Wand wurden die Szenen auch farblich in Bild gesetzt, sei es die einzelnen Institut-Räume oder die sich von beiden Seiten auf die drei Detektive zu bewegenden Wände der Schrottpresse. Es war farbenreich (Stichwort mittleres Schieferblau) und musikalisch. Am Ende bedankte sich Andreas Fröhlich bei seiner Familie aus Düsseldorf und mit dem Publikum wurde eine Welle gemacht.

Während der Show war “aus urheberrechtlichen Gründen” Foto- und Video-Verbot. Im Gegensatz zur Wecker-Tour in Köln 2009, in der die Sicherheitsleute auch rumliefen und darauf achteten, hatte ich diesmal nicht das Gefühl, dass hier streng kontrolliert wurde. Hin und wieder tauchte auch ein Blitzlicht aus dem Publikum auf. Bis zur Verabschiedung war ich auch ganz brav – aber so ganz ohne ein Foto zu gehen wäre ja schon doof gewesen.

Die Drei Fragezeichen PhonoPhobia

Leider gab es weder Zugabe noch Autogrammstunde. Letzteres ist bei einer Tour dieser Größe auch nicht machbar. Sehr schade, da bei den Record Release Partys in der Regel nur Oliver anwesend ist. Was mich überrascht hat, war, dass das Abbau-Team tatsächlich Bauhelme und Warnwesten trug. Ist das neuerdings Vorschrift? Oder sollte das eine Anspielung auf Bob der Baumeister sein? ;-) Es sah jedenfalls lustig aus.

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Kurze Zeit später haben uns dann zwei Security-Männer angesprochen, dass wir zum Ausgang gehen sollen. Das haben wir auch getan. Im kurzen Gespräch fragte einer der beiden, ob uns die Show gefallen hätte – was wir bejahen konnten. Er selbst, so verriet er uns, kennt die Geschichten nur von der Neuvertonung.

Die Drei Fragezeichen PhonoPhobia

Im Foyer holten wir noch die USB-Sticks und die “Ich war da!”-Karte ab. Mit U-Bahn und S-Bahn ging es dann in Richtung nach Hause.

Es war ein schöner und unterhaltsamer Abend mit Justus, Peter und Bob. Danke dafür an alle Beteiligten der Tour!

Neben der Tasse gibt es noch einen Punktabzug bei dem USB-Stick: Dieser scheint gar keinen Player zu haben, so wie damals bei der Wecker-Tour. Auch ein Cover zum Ausdrucken, wenn man sich die MP3s auf CD brennt, vermisse ich – gab es damals bei der Wecker-Tour auch. Und beim Design des USB-Sticks fehlt ein Detail: Zwischen den Kassetten-Löchern ist gar keine Bandanzeige.

Siehe auch: Tour-Bericht von Corinna (der ich auf diesem Wege gute Besserung wünsche!)

UPDATE: Die Westdeutsche Zeitung hat auch einen Bericht.

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